About me

Über mich

Wie alle Kinder habe ich gemalt und gezeichnet. Ich bin einfach dabei geblieben, vielleicht, weil ich nicht gut schreiben kann.

Durch meine Arbeiten habe ich mir ein wenig Ordnung in einer unübersichtlichen Welt verschafft. Das vielleicht früheste ganz frei erstellte Bild, mit Ölkreide gezeichnet, zeigt meine erste, unerfüllte Liebe, Alexandra; da war ich zwölf. Und es war damals für mich existenziell wichtig, mein Leben in diesem Moment zu ordnen. Beim Ansehen und beim Vorstellen dieser Zeichnung kann ich das Gefühl , dass ich dabei hatte, wieder hervorrufen. Bei dieser Arbeitsweise bin ich geblieben. Meine Erinnerungen sind eigentlich recht lückenhaft. Sollte jemals eine Autobiografie von mir erscheinen, ist sie erlogen. Ich  vergesse viel, kann mir meine Vergangenheit nicht wirklich rekonstruieren, wahrscheinlich, weil sie mir nicht wichtig genug ist.

Meine Bilder helfen mir, mich zu orientieren. Was mich beunruhigt und was mich erfreut, dem gebe ich ein Bild. Je mehr mich etwas erschüttert, desto wichtiger ist es für mich, mir davon ein Bild zu machen. Deswegen arbeite ich auch figürlich und nicht abstrakt.  Nur so habe ich die Möglichkeit, vielleicht zu verstehen, was mich bewegt.  Mein Werk entsteht, indem ich aufmerksam die Augen schließe.

Wien, 2021